DAS BOBATH - KONZEPT

Das von Dr. Karel Bobath / Neurologe und Psychiater und Dr. b.c. Berta Bobath in London entwickelte Konzept diente ursprünglich der Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen mit erworbenen Bewegungsstörungen (z.B. nach einem Schlaganfall). Es fand jedoch bald auch Anwendung in der Therapie von Säuglingen und Kleinkindern mit angeborenen Bewegungsstörungen. Seit den Anfangen in den 40er Jahren wurde in kontinuierlicher Weiterentwicklung ein Konzept erarbeitet, das auf der Entwicklung der Hirnfunktion basiert und sich durch seinen ganzheitlichen, den ganzen Patienten umfassenden Ansatz auszeichnet.

Heute behandeln Therapeuten/ innen verschiedener Fachrichtungen (Physio- und Ergotherapeuten und Logopäden) Patienten mit zerebralen Bewegungstürungen sowie mit sensornotorischen Auffälligkeiten und anderen neurologischen und neuromuskulären Erkrankungen einschließlich geistiger Beeinträchtigungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter nach dem Bobath- Konzept.

DER BEHANDLUNGSANSATZ

Die Normalentwicklung des Kindes beinhaltet eine ständige Anpassung der angeborenen motorischen Verhaltensweisen an die Umwelt; durch Neugierverhalten, Ausprobieren und Wiederholen werden flexible Handlungsstrategien erlernt. Diese Faktoren können bei primärgestörter sensomotorischer Entwicklung - oder auch bei später erworbener Schädigung - auf vielfache Weise beeinträchtigt sein. Ziel der Behandlung ist es, dem Kind oder dem älteren Patienten über Bewegungserfahrungen motorisches Lernen zu ermöglichen, ihm bei der "Selbstorganisation" zu helfen.
Motorisches Lernen wird gezielt gefödert, indem Bedingungen geschaffen werden, die das Erforschen, Ausprobieren und Entwickeln eigener Bewegungs- und Handlungsstrategien möglich machen.
Berührungsreize, tiefensensorische Reize wie Druck und Zug, und Gleichgewichtsreize, aber auch Reize im akustischen, im optischen, im Geruchs- und Geschmacksbereich wirken in diesem Prozess des motorischen Lernens mit.
Durch die gezielt angewendete äußere Reizgebung in der Therapie wird die Entwicklung von Haltungs- und Bewegungsmustern unterstützt, die dazu dient, dem Patienten zur Verbesserung und Erweiterung seiner Möglichkeiten zu verhelfen.
In der Behandlung werden Wege gesucht, die Eigenaktivität des Patienten aufzugreifen, zu verstärken und in seinen Alltag zu integrieren.
Gemeinsames Denken und Handeln ist ein Grundprinzip des Bobathkonzeptes. Das gilt sowohl für die Zusammenarbeit mit dem Patienten wie auch mit seinen Angehörigen und Vertreten anderer Berufsgruppen, die an der Therapie des Patienten beteiligt sind.

Befund und Behandlung des Patienten sind ein ständig weiterlaufender Prozess, der sich immer wieder an den neu erworbenen Fertigkeiten/ Fähigkeiten und den noch bestehenden Schwierigkeiten orientiert.

BRÜGGER - FBL: Dr. Alois Brügger und Frau Klein-Vogelbach haben bei der Entwicklung von Behandlungsmöglichkeiten funktioneller Störungen der Muskelsehnen und Gelenke zusammengearbeitet - Sie sind beide in der Schweiz ansässig.

Sie unterscheiden sich in einigen Ansatzpunkten, haben aber beide bedeutend zur Erforschung un Behandlung der funktionellen Probleme des Bewegungsapparates beigetragen.

CYRIAX: Cyriax ist eine Behandlungsmethode aus dem orthopädischen Bereich, die sich mit der Beweglichkeit der Gelenke beschäftigt. Ziel ist es, die eingeschränkten Funktionen wiederherzustellen.

SCHROTH: Frau Schroth und später auch ihre Tochter Frau Lehnert-Schroth haben sich der dreidimensionalen Behandlung von Skoliosen - Seitabweichungen der Wirbelsäule - zugewandt und ihre eigene, mit Atemtechniken verbundene Methode, entwickelt.

DORN: Herr Dr. Dorn aus Süddeutschland hat sich mit den Folgen der Zivilisation auseinandergesetzt, indem er Möglichkeiten zur Gesundung der Wirbelsäule suchte. Daraus entwickelte er eine ganz eigene Methode die Erkrankungen der Wirbelsäule zu behandeln.

Die craniosacrale Therapie gehört zu dem Kreis der osteopathischen Behandlungsmethoden. Entwickelt wurde sie von dem amerikanischen Arzt Dr. Upledger.

Rückenkonzept nach den neuen Richtlinien der Kongregation der deutschen Rückenschullehrer (KddR).

Angeboten wird die Schulung in abgeschlossenen Kursen mit je 10 Übungseinheiten à einer Stunde. Den Teilnehmern wird ein ausführliches Manual am Ende der Kursreihen ausgehändigt. Die Kurse werden von der Krankenkasse bezuschusst und gelten als Präventionsmaßnahme. Die Teilnehmerzahl ist momentan auf acht begrenzt und ist auf alle Altersgruppen zugeschnitten.

Diese Geräte sind in unserer Praxis vorhanden: Stabilisator mit Standplattform, Trainingsfederbrett

Tiefensorisches Training: Zur Stabilisierung der Gelenke, zum Kraftaufbau und Verbesserung der Koordination.

Sport zu treiben bedeutet für den menschlichen Organismus eine besondere Herausforderung und Belastung. Es treten auch spezielle köperliche Probleme dabei auf. Diese gilt es in besonderen Behandlungstechniken zu berücksichtigen, Verletzungen zu kompensieren und Bewegungsabläufe ungestört wiederherzustellen.

Durch Erkrankungen, Verletzungen und nach Operationen kommt es häufig zu einem Stau des Lymphflusses im Körper. Diese sanfte Behandlungsmethode stellt den ungehinderten Abfluss der Lymphe wieder her und sorgt durch Stimulation der entsprechenden Gefäße für eine Stabilisierung des Lymphhaushaltes.

Bei Naturmoorbehandlungen kommt, anders als bei Fangoanwendungen, der Moorextrakt direkt auf die Haut und wird durch Wärmeträger ins Gewebe diffundiert.

Die Heißluftanwendung ist vergleichbar mit dem Rotlicht, nur können hierbei sechs Lampen gleichzeitig geschaltet werden.